Interviews

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Dark Entries (BE) [webzine], March 2006
Metal Hammer June 2005
Sonic Seducer 09/05
Legacy No.38
Obliveon [webzine], 08/09/2005
Darkness Magazine [webzine], 07/03/2006

Dark Entries (BE) [webzine], March 2006

In the run-up to the 15th Wave Gotik Treffen (WGT) 2006. The interview in original language (Dutch) can be found here.

How would you describe your music?

A very atmospheric, melodious symbiosis of acherontic metal and classical, piano-orientated music. Sometimes straight and aggressive, sometimes mystic and melancholic.

What are the influences musically and next to music?

Various kinds of Dark and Black Metal, (Movie) soundtracks, classical music, electronical music.

Since your are playing at the next WGT the music should fit in the Wave Gothic tradition... Agree?

Particially... We identify our music as atmospheric metal with many bonds of Gothic. It's your decision whether we fulfill these tradition or not. We'd say: Rather not as we're not a typical Wave Gothic Band. But we definitely fit in the WGT though.

What does wave gotik mean to you?

Dark music connected closely to lifestyle and vice versa.

How did you / the band get involved?

By using lots of keyboard, strings and piano stuff...

What is the main goal for the band in making music... What do you dream of?

We'd like to strike a balance between making music seriously and enjoy our time e.g. when playing concerts. In fact, we're very ambitious but never want to enforce anything or even become cramped. And we're far too realistic to dream any overstated stuff, especially when sharing our thoughts with others... ;-)

What can we expect on the WGT and what are the band's expectations?

You can expect an atmospheric and expressive show from us. We expect a very special event and are highly curious about the reactions in the audience.

Can you tell us already where and when you play at he WGT?

We'll play in the "Kohlrabizirkus" at 7:20 p.m..

What springs up in your mind when you think about the WGT?

Extravagance, eccentric people, fancy clothings and of course a lot of music.

Any last, important, funny, serious,... words for our readers?

There's nothing more to say, except: Don't miss our performance at the WGT!


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Metal Hammer June 2005

Nenne die wichtigsten Stationen eurer Bandgeschichte!

Lyfthrasyr wurde Ende 2002 von Aggreash ins Leben gerufen, der im selben Jahr das erste Demo BEYOND THE FRONTIERS OF MORTALITY komponierte und produzierte. Erst Anfang 2004 konnte die Suche nach einer geeigneten Besetzung für dieses Projekt beendet werden, als in Insorior und Mathar sowohl sehr fähige als auch zuverlässige Musiker gefunden werden konnten. Kurze Zeit später wurde das Demo BEYOND THE FRONTIERS OF MORTALITY völlig überarbeitet und verschaffte der Band sehr bald einige Auftritte unter anderem als Support von Lacrimas Profundere. Auf die sehr positiven Resonanzen hin, wurde Anfang 2005 nun das erste selbstproduzierte Album THE FINAL RESURRECTION aufgenommen, wobei viel Wert auf eine möglichst hohe Sound- und Produktionsqualität gelegt wurde, die durch ein professionelles Mastering von Mika Jussila in den Finnvox Studios in Helsinki perfekt abgerundet wurde.

Stellt euch den Lesern kurz vor!

Aggreash zeichnet sich für die Komposition sämtlichen Songmaterials, das Schreiben der Texte sowie für Keyboards, Bass und Gesang verantwortlich. Als selbiges spielte er bereits in mehreren Bands verschiedenster Genres und fungiert live bei Lyfthrasyr als Sänger und Bassist.
Insorior ist aufgrund seiner langjährigen Erfahrung für Sound und Produktion verantwortlich und verhalf THE FINAL RESURRECTION zu diesem produktionstechnischen Standard, den es nun zu weiter auszubauen gilt. Des Weiteren ist er sowohl aufnahmetechnisch als auch live für die Gitarren zuständig.
Mathar, der durch seinen schnellen aber nichtsdestotrotz genauen Drumstil zu überzeugen weiß, ist durch seine Arbeit maßgeblich am überzeugenden Live-Sound von Lyfthrasyr beteiligt. Wie die beiden anderen Mitglieder kann er eine große musikalische Erfahrung vorweisen, die er aktuell auch bei mehreren anderen Projekten unter Beweis stellt.

Welche Bands haben euren Sound am stärksten beeinflusst?

Primär muss man natürlich Dimmu Borgir erwähnen, die mit ihrem einzigartigen Sound bei jedem von uns an der Spitze stehen und wohl fast jede Band dieses Genres beeinflusst haben. Im gleichen Atemzug können aber auch Bands wie Old Man's Child, Cradle of Filth, Hypocrisy oder auch The Kovenant genannt werden sowie etwas allgemeiner und nicht bandbezogen Soundtracks und klassische Musik, die als wichtige Einflussbereiche auf jeden Fall aufgeführt werden müssen.

Was war die schlimmste Erfahrung, die ihr mit der Band gemacht habt?

Glücklicherweise gab es derer bislang noch nicht viele. Spontan könnte man den Soundcheck in einem kleinen Club nennen, in dem eine der Barbediensteten offenbar einen zu sanften Musikgeschmack für diesen Abend hatte. Jedenfalls versuchte sie, die ganze Belegschaft gegen uns aufzuhetzen, da wir ja viel zu laut seien, sie nicht mehr verstünde, was die Leute bestellen wollen und Metal sowieso scheiße sei. Dann durften wir uns noch Sprüche wie "Ein guter Schlagzeuger kann auch leise spielen" anhören! Das kann er ganz bestimmt, nur eben keine Blast-Beats auf 200 BPM...
Zunächst wollten wir den Gig absagen, spielten dann aber doch aufgrund der Leute, die extra wegen uns gekommen sind und waren während des Konzerts letztendlich lauter als beim "viel zu lauten" Soundcheck. Trotzdem hat uns dieser Stress mächtig den Spaß genommen und in Zukunft werden wir vorsichtiger sein, wo wir spielen.

Wie würdest du die Band jemand beschreiben, der sie noch nicht gehört hat?

Wir definieren unsere Musik als eine Art Black oder Dark Metal, der trotz hoher Geschwindigkeit etwas mehr zu vermitteln versucht als nur rohe Gewalt: Es werden sowohl düstere und aggressive als auch traurige und melodiöse Stimmungen erzeugt, die dem Hörer ein Gesamtbild von Vielschichtigkeit, musikalischem Tiefgang und Impulsivität verschaffen sollen.


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Sonic Seducer 09/05

Vielschichtige Abwechslung

Als musikalisch sehr potente Newcomer sind diese 2002 gegründeten Karlsruher Kältebringer einzustufen. Ihr aktuelles Debütalbum "The Final Resurrection" bietet Liebhabern von betont melodischem und atmosphärischem Black Metal eine abwechslungsreich düstere Vielfalt an ungewöhnlich eigenständigen kreativen Strickmustern. Lyfthrasyr bieten skandinavische Einflussvielfalt, herrlich melodisch umgemünzt. Vor allem der ungewöhnliche, aber ausgefeilte Sound dieser gelungenen Nachtscheibe hebt sich bestens vom Gewohnten aus dieser Underground-Richtung ab. Sänger, Songwriter, Keyboarder, Bassist und Drummer Aggreash scheint ein echter Multiinstrumentalist zu sein - er war schließlich auch der Hauptinitiator dieser so einiges versprechenden Obskurtruppe.

"Die letzten Tage waren sehr ereignisreich für uns, da wir den Weg für die Kooperation mit unserem neuen Label geebnet haben. Nachdem das jetzt geregelt ist, blicken wir sehr zuversichtlich nach vorne und möchten sehr lange in der momentanen Besetzung spielen. Auch wenn wir unsere Musik selbst als Melodic Black Dark Metal bezeichnen, gab es bereits positive Reaktionen aus den verschiedensten Richtungen und unserer Arbeit wurde ausschließlich großer Respekt gezollt, worauf wir natürlich sehr stolz sind.", lässt der Fleißige anfangs vom Stapel.

Er ergänzt: "Grundsätzlich möchten wir alle Leute ansprechen, die neben Geschwindigkeit und verzerrtem Gesang vor allem auch auf Atmosphäre und verspielte Melodien wert legen."

"The Final Resurrection" hat eine recht lange Entstehungsgeschichte hinter sich, wie weiter zu erfahren war. "Die ersten Songs wurden bereits Mitte 2002 geschrieben und schrittweise verfeinert - bis es erst Mitte 2004 eine erste richtige Besetzung für Lyfthrasyr gab, mit der das aktuelle Album dann schließlich in relativ kurzer, aber intensiv genutzter Zeit ausgearbeitet wurde. Die Songs vermischen externe Einflüsse mit einem eigenen Stil und es wurde viel Wert auf komplexe Songstrukturen mit einem Kern aus klassischer Musik und eingängigen Melodien gelegt, auch der ausgeprägte Einsatz des Klaviers soll diese Intentionen unterstreichen. Bei der Produktion wollten wir uns gezielt vom sehr rohen Sound vieler anderer Bands dieses Genres abheben und achteten auf eine starke Transparenz und Zugänglichkeit des Sounds, wobei Druck, Härte und Aggression aber nicht zu kurz kommen sollten. An diesen Zielen arbeiteten wir sehr lange und konnten unser Erreichtes schließlich beim Mastering von Mika Jussila in den Finnvox Studios in Helsinki veredeln lassen. Hinsichtlich des zeitlichen Rahmens, den wir uns dafür selbst gesetzt hatten, sind wir sehr zufrieden. Als der Mastering-Termin in Helsinki näher rückte, mussten einige Nachtschichten eingelegt werden, aber für das erzielte Ergebnis hat sich die Arbeit auf jeden Fall gelohnt."

Lifthrasir ist, so Aggreash, der männliche Überlebende des Weltenbrandes Ragnarök in der nordischen Mythologie - eine tragische Gestalt. Zur Unifizierung und Personalisierung hat die Band Ypsilons in den Bandnamen eingefügt.

Alle Songs und Texte wurden von Aggreash geschrieben und auch größtenteils arrangiert, wie er vorgibt. "Wobei beim neuesten Song `Sections Of Fascinating Cruelty` auch das eine oder andere Riff von Lead- und Rhythmusgitarrist Insorior stammt. Unter den aktuellen Voraussetzungen und Bedingungen wird es bis zum zweiten Album aber sicher keine weiteren zweieinhalb Jahre dauern, da die Motivation bei allen Bandmitgliedern momentan sehr hoch ist."

Alle beteiligten Musiker haben bislang bei Bands verschiedenster Musikrichtungen mitgewirkt, und so stellt Lyfthrasyr in diesem musikalischen Zusammenhang auch etwas völlig Neues dar. "Tendenziell kann man aber sagen, dass unsere Songs von Komposition zu Komposition komplexer und verspielter, gleichzeitig aber auch härter und teilweise schneller werden. Natürlich spielen dabei Bands, die wir sehr gerne hören, eine große Rolle. Als `einflussreiche` Gruppen kann man in diesem Zusammenhang wohl Dimmu Borgir, Old Man's Child, Satyricon, Cradle Of Filth oder auch The Kovenant bezeichnen, aber auch Film- und allgemein klassische Musik sind in nicht geringem Maße an unseren Songs beteiligt."

Das lyrische Leitthema, welches sich laut offenherzigem Statement von Aggreash durch "The Final Resurrection" zieht, ist die Erkundung der Abgründe der menschlichen Seele: "Es handelt sich um eine zusammenhängende Geschichte, von der Ich-Perspektive ausgehend betrachtet und geschildert. Der Protagonist handelt nicht gerade sittlich und menschenfreundlich und nimmt sich schließlich das Leben. Solange noch nichts Besonderes, allerdings ist das nur die Geschichte bis zum vierten von acht Songs. Bis dahin handelt er instinktiv und triebhaft, was durch den sehr einfach gestrickten Text des Openers `Bloodlust` symbolisiert wird. Mit zunehmender Dauer wird alles verworrener und unklarer wie seine Existenz für den Protagonisten selbst, verdeutlicht in `Sections Of Fascinating Cruelty` und schließlich `Voices From Beneath`, wo er lieber den Tod als ein Leben voller Unklarheit und innerer Zwänge wählt. Von diesem Zeitpunkt an dominieren ewige Ruhe und Zufriedenheit, was im Klavierstück `Eternity` ausgedrückt wird, das eine Zäsur sowohl musikalisch als auch im textlichen Gesamtzusammenhang bildet. Diese Ruhe währt allerdings nicht lange, da nach der Transzendenz ins Jenseits seine irdischen Probleme verstärkt in ihm aufkommen und ihn kaum klar denken lassen. Darstellen soll dies der recht zerhackte Text in `Forgotten Hope For The Reliquished`. Im anschließenden `Beyond The Frontiers Of Mortality` wird alles eindeutiger und der Protagonist versteht seine eigenen Gedanken wieder, die ihn allerdings auf seiner jenseitigen Reise nur mit seinen früheren Lastern quälen. `Prescribed Destination` behandelt das Ende dieser Reise: Der Begegnung mit einer undefinierbaren Kreatur, die ihn mit einer letzten, finalen Auferstehung straft. Die Texte wurden absichtlich verschwommen formuliert, um den Lesern keinen detaillierten Einblick, gleichzeitig aber einen gewissen Zusammenhang und viele Interpretationsansatzpunkte zu gewähren."

Viele Song-Ideen wurden dabei auch immer wieder mal komplett verworfen, um wirklich nur gutes Material für den Kompositionsprozess zu verwenden. "Mit Vielschichtigkeit und Abwechslung soll zudem eine Langzeitmotivation für das Hören des Albums aufrechterhalten werden. Außerdem sind Songs - wie auch Texte - von einem zusammenhängenden Charakter geprägt, so dass sie zwar einzeln betrachtet verschieden sind, im Kontext aber eine Einheit bilden. Die aufgebaute Atmosphäre bleibt über die ganze Laufzeit des Albums erhalten und wechselt zwar immer wieder ihre Gesichter, indem sowohl aggressive als auch traurige Stimmungen erzeugt werden, beinhaltet aber keinen Bruch. Auf diese Weise kann man sich das ganze Album am Stück anhören, ohne echte Unterbrechungen wahrzunehmen, was beim Songwriting bereits berücksichtigt wurde, aber primär auch ein Verdienst der Produktion ist, in der die Lieder soundtechnisch aufeinander abgestimmt wurden."

Lyfthrasyr werden laut Auskunft des Multiinstrumentalisten versuchen, noch in diesem Jahr 2005 haufenweise Konzerte zu spielen, um primär möglichst viele Leute mit ihrer Musik zu erreichen. "Aber natürlich auch deshalb, weil wir gerne auftreten und Spaß am Spielen unserer Songs haben. Ein Studioalbum zu erarbeiten und einzuspielen ist die eine Seite, aber das Material dann auch live anspruchsvoll zu präsentieren, ist sehr interessant aufgrund der vielseitigen Möglichkeiten und macht uns persönlich mehr Spaß. So planen wir, nächstes Jahr auf jeden Fall auf dem einen oder anderen größeren Sommerfestival präsent zu sein. Show, Zusammenspiel und Schnelligkeit müssen bei uns in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und das ist bei unseren Auftritten definitiv der Fall."

Des Weiteren werden die Karlsruher laut Info von Aggreash dabei den Show-Aspekt weiter ausbauen, da dieser Punkt bislang ihrer Meinung nach von vielen Bands etwas vernachlässigt wurde - allerdings sehr viel Potential und Platz für Individualität birgt. "Die Atmosphäre des Albums muss bei der Live-Präsentation natürlich unterstützt werden und noch arbeiten wir daran, die Pläne sind allerdings schon sehr konkret und werden sehr bald umgesetzt. Eines kann verraten werden: Wir lassen uns einiges einfallen und wer eines unserer Konzerte besucht, wird es sicher nicht bereuen."


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Legacy No.38

Mit ihrem Album "The Final Resurrection" veröffentlicht die deutsche Band LYFTHRASYR dieser Tage ein Album, das trotz Eigenproduktion mit einer beeindruckend professionellen Aufmachung aufwartet und sich klar an Anhänger der Sparte des bombastischen Düster-Metals wendet. Deshalb lassen wir auch gleich Aggreash zu Wort kommen, um die Bandgeschichte aufzuarbeiten. "LYFTHRASYR wurde 2002 von mir gegründet und noch im selben Jahr nahm ich das Demo "Beyond The Frontiers Of Mortality" auf. Mit diesem vorhandenen Songmaterial wurde nach interessierten und fähigen Musikern gesucht, die Anfang 2004 in Insorior und Mathar gefunden werden konnten. Kurz darauf stand bereits der erste Live-Auftritt an und mit den positiven Resonanzen dieses und folgender Konzerte im Rücken, sollte bald das erste Album entstehen, was schließlich Mitte 2005 mit "The Final Resurrection" der Fall war. Dieses brachte uns neben sehr positiven Rezensionen, Interviews und Sampler-Beiträgen auch den Titel 'Helden von morgen' im Metal Hammer 06/2005 ein, was die Aufmerksamkeit des Twilight-Vertriebs auf uns lenkte und zu einem weltweiten Label- und Vertriebsdeal führte. Im August wurde "The Final Resurrection" dann über Twilight veröffentlicht und soll mit vielen Konzerten, sowie in absehbarer Zeit auch mit einer Tour, möglichst vielen Leuten vorgestellt werden." Doch lässt die technische Versiertheit der Musiker darauf schließen, das man bereits vorher anderweitig aktiv war, wie Aggresash bestätigt. "Ja, jeder von uns bringt eine relativ große musikalische Erfahrung in LYFTHRASYR mit ein, was beim Suchen der passenden Musiker auch eine große Rolle spielte. Auf diese Weise ist es möglich, innerhalb der Band professionell zu arbeiten, ohne beim Komponieren und Einspielen der Songs hinsichtlich der Spielfähigkeiten größere Abstriche machen zu müssen. Bei den bisherigen Projekten, die sich allesamt in verschiedensten musikalischen Bereichen abspielten, kreuzten sich unsere Wege aber noch nicht, und für uns alle ist LYFTHRASYR etwas Neues." Das in seiner Art durchweg gefällt, allerdings im extremeren Black Metal-Lager wohl nicht so punktet, weshalb ich am besten die Band selbst beschreiben lasse, wie sie ihr Material charakterisieren würden. "Natürlich gibt es immer Leute, denen unsere Einstellung nicht gefällt, aber fast immer werden wir für unsere Arbeit mehr respektiert als kritisiert, auch von den eben angesprochen Leuten. Außerdem haben wir für unsere Arbeit Lob aus den verschiedensten Richtungen bekommen, was uns sehr freut. Grundsätzlich sollten all diejenigen mit unserer Musik etwas anfangen können, die Keyboard-Untermalungen und -Melodien im Black/Dark Metal sowie soundliche Transparenz nicht abschrecken." Was noch positiv auffällt, ist die ungewöhnlich gute Produktion des Albums, die die angesprochene Stilistik perfekt zur Geltung bringt, wozu der Band-eigene Gitarrist und Produzent sich erfreut äußert. "Vielen Dank für das Kompliment. Wir haben die kompletten Aufnahmen und auch den Mix in meinem Projekt-Studio gemacht; fürs Mastering haben wir dann aber ein wenig Geld investiert und sind nach Helsinki zu den Finnvox Studios geflogen. Die Reise hat sich definitiv gelohnt, denn wir sind mit dem Ergebnis von Mika Jussila mehr als zufrieden. Das Artwork des Albums ist von unserem Graphiker Nephilim, der auch unsere T-Shirts macht und für das Homepage-Design verantwortlich ist." Und so wird es auch in nächster Zeit nicht ruhig um LYFTHRASYR werden. "Grundsätzlich möchten wir das vorhandene Material bei möglichst vielen Konzerten live präsentieren und in nächster Zeit auch eine Tour spielen, sobald sich ein sinnvolles Package findet, mit einer Band, die musikalisch zu uns passt. Natürlich möchten wir auch auf dem einen oder anderen Festival im kommenden Jahr vertreten sein und in nicht allzu ferner Zukunft ein neues Album aufnehmen, das sowohl unseren kompositorischen als auch Aufnahme-technischen Horizont erweitern soll." Der letzte Kommentar gebührt wie immer der Band, respektive Insorior: "Danke für die positiven Reaktionen, die "The Final Resurrection" ausgelöst hat." Und auch Aggreash verabschiedet sich artig: "Besucht unsere Homepage und eines unserer Konzerte, Ihr werdet es nicht bereuen!"


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Obliveon [webzine], 08/09/2005

MELODIC BLACKENED DARK METAL AUS DEUTSCHEN LANDEN

Aus Karlsruhe stammt die Formation Lyfthrasyr, die - zunächst von Songwriter, Sänger, Bassist, Keyboarder und Drum-Programmierer Aggreash gegründet - zwischenzeitlich um Insorior (Lead & Rythm Guitars) und Mathar (Drums - allerdings auf dem Album noch nicht zu hören) erweitert wurde. Und da der erste offizielle Output "The Final Resurrection", welcher feinsten Melodic Black Metal bis hin zum Dark Metal enthält, nicht das erste Lebenszeichen der Düsterheimer ist, besteht zumindest die Möglichkeit, das euch der Bandname schon einmal zu Ohren gekommen ist. Gab es doch für das Demo "Beyond The Frontiers Of Mortality" teilweise sehr gute Kritike und auch in den mp3-Charts war man ganz weit oben vertreten. Wenn hier die Rede von Black Metal ist, dann muss man das allerdings etwas relativieren oder besser noch spezifizieren, denn Lyfthrasyr haben mit scheppernden Gitarren und einem auf Eiseskälte reduzierten Sound nichts zu tun. Vielmehr verschmelzt man Dark mit Black Metal, umhüllt verhaltene Black Metal-Raserei mit schmeichelnden und verspielten Keyboard- bzw. Klavierparts und lässt die Musik gekonnt von Stimmungswechseln innerhalb der Düsternis leben, wobei das Tasteninstrument jederzeit eine dominante Position innehat. Aber dies alles steht schon im Review, deshalb lest im folgenden, was die Jungs sonst noch so zu äußern haben.

Wofür steht bzw. was bedeutet der Name Lyfthrasyr?

Lifthrasir war der männliche Part der beiden Überlebenden des Weltenbrandes Ragnarök in der nordischen Mythologie. Allerdings ist für uns dieser semantische Zusammenhang relativ unbedeutend, vielmehr möchten wir damit andeuten, welchen Haupteinflussbereichen unsere Musik entsprungen ist, nämlich dem nordischen Black/Dark Metal.

Ihr konntet zwar schon zu Demo-Zeiten mit der Eigenproduktion "Beyond The Frontiers Of Mortality" einiges an Aufmerksamkeit erregen, trotzdem kam der Deal mit Twilight doch recht überraschend. Da wahrscheinlich auch die meisten Metal-Fans mit dem Namen Lyfthrasyr noch nicht viel anfangen können, erzählt doch mal bitte etwas über die Bandentstehung und wie es zu dem Deal kam.

Aggreash gründete Lyfthrasyr 2002 zunächst als Soloprojekt und produzierte im selben Jahr "Beyond The Frontiers Of Mortality", um mit diesem vorhandenen Songmaterial sehr fähige und interessierte Musiker für sein Projekt zu gewinnen. Nach einer längeren Testphase mit verschiedenen Musikern war dies dann Mitte 2004 letztendlich der Fall und innerhalb von nur einem Jahr wurden das vorhandene Demo komplett überarbeitet, einige Konzerte gespielt und das Debütalbum "The Final Resurrection" veröffentlicht. Durch letzteres wurden unter anderem sowohl der Metal Hammer als auch der Sonic Seducer auf uns aufmerksam und widmeten uns sehr nette Berichte, womit wir Twilight offenbar beeindruckten und den Deal vorgelegt bekamen. Insgesamt ging es also seit dem eigentlichen Beginn 2004 steil bergauf, was uns umso motivierter und auch sicherer werden ließ, auf dem richtigen Weg zu sein.

Wenn ich das richtig verstanden habe, war euer Album "The Final Resurrection" schon komplett aufgenommen als der Deal mit Twilight zustande kam. Wie habt ihr das doch sicher recht kostspielige Mastering im bekannten Finnvox finanzieren können?

Da wir die Möglichkeit hatten, sowohl die Aufnahmen als auch den kompletten Mix aufgrund von Insoriors Fachwissen, Equipment und professioneller Software am heimischen PC zu erledigen, war der finanzielle Aufwand für "The Final Resurrection" vermutlich geringer als bei manch einem im Studio aufgenommenen Demo. Wesentlich größer war dafür aber natürlich unser Zeitaufwand und wir mussten viele Nächte durcharbeiten bis wir mit einem uns zufrieden stellenden Ergebnis nach Helsinki fliegen konnten. Das Mastering ist lediglich eine "Vergoldung" des fertigen Mix, mit dessen Hilfe der Sound transparenter und direkter wird, und erfordert normalerweise nur einen Tag. Die Arbeit von Mika Jussila war beeindruckend und das Ergebnis war uns den finanziellen Aufwand auf jeden Fall wert.

Für wie viele Alben habt ihr bei Twilight unterschrieben? Oder gilt der Deal zunächst nur einmal für das Debüt "The Final Resurrection"?

Unser zweites Album wird auf jeden Fall auch über Twilight veröffentlicht werden.

Nachdem das Album bereits am 08. August veröffentlicht wurde, dürften euch wahrscheinlich die ersten Reaktionen der Presse vorliegen. Seid ihr zufrieden damit? Gibt es auch vielleicht auch vereinzelte negative Rezensionen oder Anfeindungen der Ultra-BM-Fraktion? Und wie zufrieden seid ihr selbst mit dem Endergebnis?

Angesichts des zeitlichen Rahmens, den wir uns selbst setzten, und des Termindrucks, der gegen Ende aufkam, sind wir mit dem Erreichten doch sehr zufrieden und wer für sich irgendwelche Fehler oder Schwächen in Komposition oder Produktion sehen mag, wird diese spätestens beim nächsten Album nicht mehr antreffen. Unsere Zufriedenheit stieg zusätzlich mit den Interview-Anfragen und Reviews der Magazine, die doch äußerst positiv ausfielen. Anfeindungen, wie sie hier beschrieben werden, gab es keine, schließlich geht es hier nur um Musik und wem sie nicht gefällt, der ignoriert sie ganz einfach.

Aggreash, wie bist du, als Initiator und Songwriter von Lyfthrasyr, auf euren heutigen Stil gekommen? Ein Tasteninstrument in Verbindung mit Black Metal derart dominant in den Vordergrund zu stellen, ist doch recht ungewöhnlich.

Die Musik von Lyfthrasyr soll etwas Eigenes haben, was man nicht bei jeder beliebigen Melodic Black oder Dark Metal Band geboten bekommt. Zu diesem intensiven Klaviereinsatz kommt als Leitmotiv aber auch das Arbeiten mit ausgeprägter Dynamik dazu wie aussetzenden Gitarren, Tempowechseln oder starken Lautstärkeunterschieden, um Spannung zu erzeugen. Diese beiden musikalischen Motive waren schon immer sehr interessant für mich, also werden sie bei Lyfthrasyr exzessiv ausgelebt. Mit einer dichten, oft melancholischen Atmosphäre sowie druckvollem und vor allem klarem Sound sollen diese Elemente schließlich vollends zur Geltung gebracht und eingängig aber gleichzeitig detailreich übermittelt werden.

Wo seht ihr musikalische Einflüsse und/oder Vorbilder? Besonders bei Aggreashs musikalischem Background, liegen die Einflüsse vermutlich nicht nur im (Black) Metal.

Jeder von uns wirkte bereits in verschiedensten Musikarten und Bands mit, die alle nicht viel mit Black Metal zu tun hatten. Gemeinsamkeiten finden sich bei uns aber in Vorlieben für Bands wie Dimmu Borgir, Old Man's Child oder The Kovenant. Von Aggreashs kompositorischer Seite aus gesehen, spielen diese Bands natürlich eine nicht unwesentliche Rolle, aber auch orchestrale Soundtracks und klassische oder klavierorientierte Musik sind wichtige Einflussbereiche für unsere Songs.

Seht ihr euch mittlerweile als echte Band oder doch noch mehr als Projekt? (Wobei ich davon ausgehe, das Mathar auch das nächste Studioalbum einspielen wird?!)

Seitdem das Line-Up letztes Jahr komplettiert wurde, haben wir den Projektstatus kontinuierlich verlassen. Inzwischen sehen wir uns als echte Band und präsentieren uns auch als solche, sowohl in der Presse als auch bei Konzerten. Die Schlagzeugspuren des nächsten Albums werden auf jeden Fall von Mathar eingespielt werden und unseren Sound wesentlich "echter" und organischer gestalten.

Ich habe gelesen, dass ihr live Keyboard/Klavier vom Band kommen lasst, damit Aggreash sich auf den Bass konzentrieren kann. Findet ihr diese Lösung glücklich oder plant ihr ggf. die Integration eines (Live-)Bassisten? (Was ich persönlich viel besser fände.)

Beschwerden gab es bislang keine und die Resonanz auf unsere bisherigen Auftritte war mehr als positiv. Aggreash wird live auf jeden Fall weiterhin Bass spielen, da sich Bass und Gesang bei Lyfthrasyr spieltechnisch wesentlich besser vertragen als Keyboard und Gesang. Außerdem möchte er als Frontmann agil auf der Bühne sein, was am Keyboard nicht so leicht möglich wäre. Vielleicht wird es irgendwann einen Live-Keyboarder geben, aber die momentane Lösung ist im aktuellen Bandstadium am komfortabelsten und sehr gut umsetzbar. Wie wäre es mit einer unverbindlichen Einladung auf eines der nächsten Konzerte zur Demonstration!?

Ihr hattet in der Vergangenheit nur vereinzelte Live-Auftritte. Seht ihr euch überhaupt als echte Live-Band? Werdet ihr zur Promotion von "The Final Resurrection" vermehrt Gigs spielen (können) oder wird Twilight ggf. sogar eine echte Tour finanzieren?

Wer hinter seiner Musik steht, präsentiert sie auch gerne live und das ist bei uns definitiv der Fall. Momentan sind wir dabei, mit Unterstützung von Twilight eine Tour zu finden mit Bands, die musikalisch auch wirklich zu uns passen, weshalb wir uns etwas mehr Zeit dafür nehmen. Und natürlich gibt es Bands, die mehr Konzerte spielen als wir, andererseits darf man aber nicht vergessen, dass es bei Lyfthrasyr erst seit etwas mehr als einem Jahr überhaupt ein richtiges Line-Up gibt, wobei wir uns das letzte halbe Jahr fast ausschließlich auf die Aufnahmen für "The Final Resurrection" konzentriert hatten. Ein gelegentlicher Blick auf unsere Homepage oder sich in den Newsletter einzutragen, dürfte sich allerdings lohnen, da unsere Konzertliste gerade stetig wächst.

Wenn ihr noch etwas loswerden wollt, dann jetzt...

Vielen Dank an das Obliveon für dieses Interview, denn es ist das erste, in dem nicht mit standardisierten, sondern speziellen Fragen individuell auf uns und unsere Musik eingegangen wurde.


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Darkness Magazine [webzine], 07/03/2006

LYFTHRASYR sollten im Underground, schon einen Namen haben. Mit ihrer würzigen Mischung aus Black/Dark Metal und klassichen Elementen, konnten sie bisher viel Lob einfahren. Frontman Aggreash beantwortete mir einige Fragen zur Band per Email.

Also wie ihr, denk ich, aus meiner Review entnommen habt, gefällt mir das Album sehr gut. Deshalb ist es für mich auch eine große Freude, euch meine Fragen stellen zu können. Danke für das Interview!!!

Im Gegenteil, wir danken für dein Lob an unsere Arbeit.

Stelle uns bitte kurz die Band vor.

Lyfthrasyr existiert seit 2002 und wurde zunächst von mir allein als ein Projekt gegründet. Im selben Jahr habe ich das erste Demo "Beyond The Frontiers Of Mortality" aufgenommen und damals noch alles selbst eingespielt mit der Unterstützung eines Drumcomputers. Der Sinn des Ganzen war allerdings, mit dem vorhandenen Songmaterial das Interesse zuverlässiger und sehr fähiger Musiker zu wecken und aus dem Projekt eine Band zu formen. Das aktuelle Line-Up mit Insorior (Gitarre) und Skytorian (Schlagzeug) besteht seit Ende 2005 und es hat sich organisatorisch und planungstechnisch als großen Vorteil erwiesen, die Band aus nur drei Mitglieder bestehen zu lassen. Zusammen mit Insorior, der ein kleines Heimstudio besitzt und sehr kompetent im Produktionsbereich ist, wurde Anfang 2005 "The Final Resurrection" aufgenommen und produziert.

Ihr habt ja schon mit eurer Demo viel Lob eingeheimst und mit "The Final Resurrection" noch mehr, hat sich den schon ein Label bei euch gemeldet, und würdet ihr einen Vertrag überhaupt unterzeichnen wollen?

Nun, tatsächlich stehen wir bereits unter Vertrag, nämlich beim Twilight-Vertrieb. Twilight ist - im Gegensatz dazu, was der Name vielleicht vermuten lässt - nicht nur ein Vertrieb, sondern auch ein Label und verhalf "The Final Resurrection" durch gute Vertriebskanäle und -kontakte weltweit zu einer guten Erhältlichkeit wie z.B. bei Amazon, Media Markt, Saturn, Nuclear Blast, uvm.

Die Scheibe ist jetzt ja schon eine Weile draußen, wie hat sie sich denn bisher verkauft? Habt ihr Zahlen vorliegen?

Wirklich stichfeste Zahlen liegen uns noch nicht vor, auch wenn die CD bereits vor einem halben Jahr veröffentlicht wurde. Mit den bisherigen Verkäufen sind wir allerdings zufrieden, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir erst vor etwa anderthalb Jahren richtig angefangen haben und uns damals noch überhaupt niemand kannte.

In euerer CD befinden sich keine Texte, sind sie euch so unwichtig? Oder warum habt ihr sie nicht abgedruckt und worum geht es in den Texten?

Der Grund dafür, die Texte nicht abzudrucken, war eher finanzieller Natur. Wir wollten den Käufern optisch etwas Besonderes bieten und entschieden uns daher für das aufwändige Digi statt einer normalen CD-Hülle. Hätten wir darin die Texte abdrucken wollen, wäre ein zusätzliches Booklet nötig geworden und das Geld dafür haben wir uns lieber für die nächste Produktion aufgespart. Sämtliche Texte kann man sich übrigens in der Discography auf unserer Homepage runterladen.

Grundsätzlich ist uns die Musik wichtiger ist als die Texte, was allerdings nicht heißen soll, dass die Texte einfach lieblos irgendwie geschrieben wurden. Vielmehr handelt es sich um eine zusammenhängende Geschichte über die Erkundung der Abgründe der menschlichen Seele. Dieses Thema zieht sich durch die volle Länge des Albums und wird von den einzelnen Stücken musikalisch interpretiert.

Ihr habt einen sehr guten Sound auf dem Album, wie habt ihr das alles finanziert?

Wie bereits erwähnt, verfügt Insorior über diverses Studioequipment, so dass wir "The Final Resurrection" komplett bei ihm zuhause abmischen konnten. Aufgenommen haben wir alles ebenfalls in Heimarbeit, so dass der reine Produktionsaufwand auf ein Minimum - nämlich das externe Mastering in den Finnvox Studios in Helsinki - reduziert werden konnte. Natürlich war diese Aktion mit immensem Arbeitsaufwand verbunden, aber im Nachhinein gesehen, hat es sich absolut gelohnt und wir sind mit dem Ergebnis in dieser recht kurzen Zeit doch sehr zufrieden. Das Soundgewand selbst stammt also von uns und wurde beim Mastering, das nur etwa einen halben Tag dauerte, lediglich veredelt. Somit dürften wir vermutlich für unser ganzes Album insgesamt weniger Geld ausgegeben haben, als manch eine Band für ein Demo, das in einem Studio produziert wurde.

Ihr werdet recht häufig mit Dimmu Borgir verglichen, macht euch das stolz oder stört es euch?

In gewisser Weise macht es uns natürlich stolz, denn mit einer derartigen Ausnahmeband verglichen zu werden zeigt doch, dass unsere Arbeit auf höherem Niveau anzusiedeln ist, vor allem produktionstechnisch. Insofern störte uns das bisher nicht wirklich und alle, die diesen Vergleich bislang erhoben, werden spätestens beim zweiten Album feststellen, dass unsere Songs keine Kopien sind, sondern ihren eigenen Stil und Charme besitzen.

Ihr mixt viele verschiedene Stile, woher stammen eure Einflüsse?

Grundsätzlich aus dem melodischen Black Metal oder Metal allgemein, aber zu nicht unwesentlichen Teilen auch aus der klassischen Musik, Filmmusik und Soundtracks sowie ein wenig Industrial.

Ihr spielt, soweit ich gelesen habe, auf einigen kleinen Festivals, wird es denn auch mal eine kleine Tour geben?

Die Planungen dafür waren schon recht weit, allerdings passten die uns bislang angebotenen Bandpakete stilistisch nicht so recht zusammen, was uns bei einer Tour aber sehr wichtig ist. Konkretes gibt es momentan nicht mehr, da langsam die Festivalsaison beginnt, aber eine Tour wird es auf jeden Fall geben, allerspätestens für das nächste Album. Bis dahin werden wir auf jeden Fall noch auf einigen Festivals zu sehen und hören sein, was unserer Meinung nach eine nicht minder gute Möglichkeit darstellt, unsere Musik vielen Menschen nahe zu bringen.

Wie läuft es denn live bei euch ab? Ich meine, ihr verwendet ja mehr als nur drei Instrumente in den Songs, wie funktioniert das live?

An sich ist alles problemlos live spielbar bis auf die verschiedenen Keyboard-Spuren. Daher haben wir beschlossen, diese live komplett vom Band kommen zu lassen. Beschwerden im Stile von "Die spielen ja gar nicht alles live" gab es bislang noch nicht, denn gleichzeitig eröffnet einem die Arbeit mit dem Band wiederum interessante Möglichkeiten im Showbereich wie das Einspielen von Hintergrundklängen zwischen den Songs oder mehrspurigen Intros.

Arbeitet ihr schon wieder an neuem Material? Wenn ja, wann darf mit einer neuen Platte rechnen?

Es gibt bereits einige Ideen und drei neue Songs sind auch schon recht weit fortgeschritten, insofern wird definitiv bereits an einem Nachfolger für "The Final Resurrection" gearbeitet. Allerdings soll auf unserem nächsten Album im Vergleich zum Bisherigen alles etwas besser gemacht werden, weshalb wir uns auch viel Zeit damit lassen möchten, um vieles auszuprobieren und nur Material zu veröffentlichen, von dem wir selbst vollkommen überzeugt sind. Außerdem planen wir, dieses Mal die gesamte Produktion außer dem Aufnehmen extern in einem renommierten Studio zu machen. Sollten unsere Planungen halbwegs gut voranschreiten, könnte das Ergebnis Mitte/Ende 2007 soweit sein, veröffentlicht zu werden.

Ich find euren Bandnamen immer noch etwas schwer zu schreiben, wie kamt ihr auf so einen komplizierten Namen? Und erläutere unseren Lesern bitte kurz, was er bedeutet.

Lyfthrasyr ist eine Ableitung von Lifthrasir, dem männlichen Überlebenden des Weltenbrandes Ragnarök in der nordischen Mythologie. Allerdings haben weder unsere Texte noch unser Konzept etwas mit dieser Mythologie zu tun, vielmehr ist es ein Fingerzeig auf die Wurzeln der von uns kreierten Musik, nämlich die Mischung von nordischem Black Metal mit diversen anderen Stilen.
Die von uns vorgenommene Ableitung stellt eine Art Personalisierung dar, da nun nicht tausend andere Dinge mit diesem Begriff assoziiert werden können, sondern Lyfthrasyr nur für unsere Band steht.

Ich nehme nicht an, dass ihr von eurer Musik leben könnt. Was für Jobs habt ihr denn, dass das auch mit Touren usw. hinhaut?

Selbstverständlich können wir bisher nicht von unserer Musik leben, aber das soll auch gar nicht der Sinn des Ganzen sein. Musik ist für uns alle sehr wichtig, soll aber nicht zu einer Pflicht werden, was es werden würde, wenn wir davon leben müssten. Was Konzerte angeht, ist natürlich grundsätzlich immer eine gute, frühzeitige Planung und eine gewisse Motivation vorausgesetzt. Insorior arbeitet bei einer IT-Firma, Skytorian und ich studieren.

Was würdest du bis jetzt als Höhepunkte und was als Tiefpunkte der Bandgeschichte zählen?

Als ersten Höhepunkt kann man ganz klar die Produktion von "The Final Resurrection" zählen, die sehr viel Spaß machte und uns viele positive Reviews und Reaktionen einbrachte. An dieser Stelle noch mal ein Dankeschön an diese Rezensenten.
Einen zweiten Höhepunkt stellt unsere diesjährige Liveaktivität dar, da wir trotz unseres noch nicht gerade sehr hohen Bekanntheitsgrades doch für einige teils auch größere Festivals bestätigt wurden. Wir freuen uns sehr auf diese Konzerte und hoffen, damit unsere Bekanntheit in diesem Jahr massiv steigern zu können.

Was das Nennen von Tiefpunkten angeht, bin ich der Meinung, dass wir bislang glücklicherweise noch keinen richtigen erreicht haben. Natürlich sind immer wieder kleinere Tiefs dabei: Ein schlampig gespieltes Konzert oder auch die Trennung von unserem ersten Schlagzeuger Mathar Ende 2005. Nichtsdestotrotz gab es aber keinerlei Ereignisse, die uns stark zurückwarfen oder die Band in sich gefährdeten.

Was für Musik hörst du privat?

In der letzten Zeit hat sich da nicht wenig getan. Zwar muss es immer sehr melodisch sein, aber früher stand ich nur auf Bands eines (groben) Genres wie Old Man's Child, Dimmu Borgir, Cradle of Filth, The Kovenant oder Satyricon. Inzwischen gefallen mit auch elektronische Klänge, wie sie bei Rammstein, Marylin Manson oder auch den Deathstars vorkommen, sehr gut. Außerdem war ich schon immer ein großer Freund klassischer Musik und vor allem der Komponisten Dvorák, Smetana, Tchaikovsky und Beethoven.

Das letzte Wort gehört dir, was auch immer du noch zu sagen hast, hier kannst du es tun.

Da wir dieses Jahr live noch ziemlich viel unterwegs sein werden, würden wir uns natürlich freuen, den einen oder anderen dabei für unsere Musik begeistern zu können. Werft einen Blick auf unsere Homepage www.Lyfthrasyr.com und speziell in unsere Concerts-Rubrik, vielleicht ist ja ein interessantes Konzert für euch dabei. Und natürlich vielen Dank an Jan für das nette Interview.

Danke für das Interview, ich hoffe, ich bekomme irgendwann die Chance, euch mal live zu sehen.

Das hoffen wir auch ;-)


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